Wednesday, October 18, 2006

If it's hurting you - Songfic: Robbie Williams

Fandom: Yu-Gi-Oh!
Pairing: Joey Wheeler x Seto Kaiba (Irgendwie, Irgendwo, Irgendwann)
Disclaimer:
Ich habe mir die Charaktere und den Songtext nur ausgeliehen.Mir gehört nur die Idee damit eine Kurzgeschichte zu verfassen, sonst nix. Ich verdiene hiermit auch kein Geld. Auch die Bilder sind nicht auf meinem Mist gewachsen... Sind schaetzungsweise ausm Anime ^^
Kommentar:
Es ist aus Setos Sicht geschrieben. Er ruft Joey an um sich endlich mal zu erklären. Seto kommt glaube teilweise ooc rüber, aber ich kann mir gut vorstellen, dass er wirklich so reagieren würde. Also seht es bitte nicht zu eng und lasst mir vielleicht auch noch einen Kommi da. Mögliche RSF dürft ihr sammeln und behalten, oder auch tauschen… ganz wie ihr wollt -.-

Please don’t think of me
If you do you gotta block it
I got chills tonight
And you can’t be here to stop it
I’m not a parasite
It’s just a lonely night
Tonight

I walked from the bar
‘cause they were only laughing
I wished on our star
But they covered it in satin
I’m not a gigolo
That’s what I want you to know
Tonight

Ooh Ooh
I’ve hurt you I can see
Ooh Ooh
Do you think it’s not hurting me

Ooh Ooh
The grass ain’t always green
And if it’s hurting you
You know that it’s hurting me
You know that it’s hurting me

You’ll meet other men
Who will break your heart
If I see you with them
It’s gonna tear me apart

Maybe in another life
We wouldn’t be alone
Tonight

Ooh Ooh
I’ve hurt you I can see
Ooh Ooh
Do you think it’s not hurting me

Ooh Ooh
The grass ain’t always green
And if it’s hurting you
You know that it’s hurting me 4x

~*~*~

... tut ... tut ... tut ...
Endlich, es klingelt.
Warum eigentlich brauchen Überseeverbindungen immer so lange um sich aufzubauen?
… tut … tut …
Nimm doch bitte ab…
… tut …
*klack*
„Ja?“
Ich muss schlucken, als ich deine Stimme höre.
Was soll ich jetzt eigentlich zu dir sagen?
„Hallo? Jemand da?“
Ich habe dich schon so lange nicht mehr gehört…
Habe ganz vergessen, wie sehr ich deine Stimme vermisst habe.
„Wer auch immer das ist, ich leg jetzt auf.“
„Nein warte… nicht auflegen, bitte... ich bin’s… Seto.“
Ob es wirklich so eine gute Idee war dich anzurufen?
„Du? ... Was willst du? Hast du nicht schon genug angerichtet?“
Du hast ja Recht.
„Ich…“
Ich weiß nicht was ich sagen soll... Ob du mir überhaupt glauben wirst...
„... Es tut mir leid… Joey.“
„…“
„Bitte sprich mit mir.“
„…“
Was habe ich mir nur dabei gedacht dich anzurufen? … Wahrscheinlich gar nichts…
Aber wenn du schon mal am anderen Ende der Leitung bist kann ich wenigstens versuchen dir einiges zu erklären.
„Dann hör mir wenigstens zu. Bitte Joey.“
„…“
Wie war das noch? Keine Antwort ist auch eine Antwort...
Ich habe schon einmal gekniffen, aber nicht dieses mal, dieses mal werde ich versuchen das beste aus der Situation zu machen.
Traurig schüttle ich meinen Kopf, mehr als auflegen kannst du ja nicht.
„Es tut mir wirklich leid Joey. Ich weiß, dass ich dir weh getan habe und es ist unverzeihlich. Aber glaubst du es tut mir nicht weh?“
Wenn du mich nur verstehen könntest... Aber das ist wohl zu viel verlangt... immerhin hast du noch nicht aufgelegt, allein dafür sollte ich dankbar sein.
„Weißt du, ich habe dich in unserer Schulzeit immer so angefahren, da es gar nicht erst so weit kommen sollte...
Ich wusste, ich hätte dich ignorieren sollen wie all die anderen auch. Aber ich konnte einfach nicht...
Mir ist erst später klar geworden, warum ich mich so verhielt, aber ich konnte es nicht rückgängig machen, also versuchte ich es zu leugnen.
Aber jedes mal, wenn ich dich mit jemand Anderen sah, versetze es mir einen Stich.
Ich verwünschte diese Person... wollte an ihrer Stelle sein, wollte dich für mich alleine haben. Aber ich wusste auch, dass das nur ein Traum bleiben würde.“
„Ich würde dir so gerne glauben, aber es geht nicht... Ich habe Angst... Angst, dass es genauso läuft wie letztes mal.“
Wieder spüre ich, wie sich mein Herz verkrampft, aber ich weiß, dass du recht hast.
„Joey...
Weißt du, als du damals auf der Abschlussfeier zu mir kamst...
Ich war so glücklich, ich habe wirklich geglaubt und gehofft, dass es funktionieren würde.
Ich war davon überzeugt, dass sich nun alles ändern würde...“
„Das habe ich auch gehofft.“
Ich weiß, und das macht es für mich nur noch unerträglicher.
„Aber ich hatte auch Angst.
Die Vorstellung was passieren würde, wenn das mit uns raus käme war furchtbar.
Du kannst dir sicherlich denken, wie meine Geschäftspartner und die Medien reagiert hätten. Ich hätte es ja gerne auf mich genommen, ich hatte aber zu viel Angst davor was mit dir und Mokuba passieren würde... Ich wollte euch davor schützen.“
Ich schlucke schwer, als mich diese Erinnerung überkommt.
„Aber warum bist du einfach verschwunden,... davon gelaufen?“
„...“ Ich weiß nicht, wie ich es dir erklären soll.
„Warum hast du dich mir damals nicht anvertraut?
Du bist einfach auf und davon, ohne ein Wort. Du hast mir damals mein Herz gebrochen.
Ich kam mir so benutzt vor!
Wieso Seto?“
Ich kann hören, wie du weinst... bin geschockt von deinen Worten, obwohl ich es wusste... aber es von dir zu hören tut weh.
Nun habe ich dir also schon wieder weh getan.
„Joey...“
„Wieso Seto?“
„... Ich...“
Du hast eine Antwort verdient, das weiß ich.
Aber selbst nach all dieser Zeit fällt es mir schwer meine Gefühle zum Ausdruck zu bringen...
„Ich... hatte einfach nicht den Mut, mich den Anderen zu stellen...
Nein, nicht den Anderen...
Ich hatte Angst davor meinen inneren Dämonen gegenüber zu treten.
Ich redete mir ein, es wäre das Beste dich zu verlassen. Es wäre nur logisch, alles was hätte sein können im Keim zu ersticken.
Ich habe gehofft, wenn ich verschwinde, dich zurück lasse ich auch meine Gefühle bei dir zurück lassen kann.
Ich habe mich daraufhin in meine Arbeit vertieft, versucht zu vergessen, zu verdrängen.
Aber ich konnte dich nicht los werden, ständig hatte ich ein Bild von dir vor meinen Augen.“
Genauso wie jetzt...
Ich weiß, dass du gerade auf dem Boden neben deinem Telefon sitzt und deinen Kopf auf deiner Hand abgestützt hast.
„Konntest du dir das nicht vorher denken? Du hast mich doch schließlich immer als Hund bezeichnet. Und Hunde laufen ihrem Herrchen immer nach, oder etwa nicht?“
Ich kann förmlich spüren, wie sich dein Gesicht aufhellt und auch ich muss bei der Vorstellung anfangen zu lächeln.
„Ja, das hätte ich wohl erwarten sollen...
Aber ich konnte mich auch nicht dazu durchringen zurück zu kommen und meinen Fehler einzugestehen.
Ich weiß, hätte ich es getan, hätte ich dich nur wieder verletzt.
Also bin ich weiter davon gelaufen...“
„Aber warum rufst du dann gerade jetzt an?“
„Hmm...
Weißt du, wann ich erkannte, dass ich mehr von dir wollte, als gut für mich wäre?
Damals, als wir gegen Dartz kämpften, wurde mir klar, das wir Freunde geworden waren. Unsere Streitereien machten mir Spaß, sie waren zu etwas Alltäglichem geworden, machten irgendwie auch unser Verhältnis aus und ich wollte sie nicht mehr missen.
Als ich dann deinen leblosen Körper nach dem Duell gegen Mai gesehen habe überfiel mich eine lähmende Angst. Ich befürchtete, ich würde dich nie wieder lachen hören, das versetzte mir einen enormen Schock.
Da wurde mir so langsam bewusst, dass ich mehr als Freundschaft für dich empfand.“
Ich fahre mir gequält mit einer Hand über die geschlossenen Augen, als mich diese Erinnerung erneut überkommt.
„Während dieser Zeit wurde auch mir klar, was ich für dich fühlte.
Ich war so geschockt, deine Seele auf der andern Seite zu sehen, ich konnte und wollte nicht glauben, dass alles so plötzlich aus und vorbei sein sollte.
Ich wollte mir nicht eingestehen müssen, dass wir nie wieder miteinander streiten würden, dass ich dann nie wieder dieses Glitzern in deinen Augen sehen würde...
Aber was hat das mit meiner Frage zu tun?“
„Ich habe heute zufällig eine Dokumentation über diese Ereignisse gesehen.
Es waren auch einige Interviews mit den Beteiligten dabei, unteren anderem auch von dir. Als ich das sah, haben mich all die Erinnerungen und Gefühle von damals wieder eingeholt. Und alles, was ich verdrängt und vergessen glaubte ist wieder hochgekommen und überrumpelte mich...“
„Und du konntest nicht anders als mich anzurufen?“ ich höre den Sarkasmus in deiner Stimme und kann es dir nicht verübeln.
„Ich schätze nicht...
Ich wurde mir wieder meiner Schuld bewusst...
Ich wollte dich noch einmal hören, musste dir endlich einmal sagen, wie leid es mir tut, was ich dir – uns - damals angetan habe.“
Ich hoffe inständig, dass du weißt, dass ich dir die Wahrheit sage.
„Ich glaube dir Seto.“
So simple Worte, aber ich bin erleichtert.
„Danke Joey.
Es tut mir wirklich leid und ich hoffe das du mir irgendwann vielleicht verzeihen kannst.“
„Ich weiß nicht... irgendwann vielleicht...“
„Solange noch Hoffnung besteht bin ich glücklich und kann mit meiner Schuld leben.“
„Das ist gut...“
„Ich hoffe, du weißt, dass ich dich liebe, dass ich dich immer lieben werde.“
„Ja Seto, das weiß ich.“
„Joey... ?“
„Hmm... ?“
„Danke... dass du nicht einfach aufgelegt hast, dass du mir zugehört hast.“
„Bitte...
Und ich hoffe, du brauchst diesmal nicht so lange um dich mal wieder zu melden.“
Ich höre das Lächeln aus deiner Stimme und weiß nicht, was ich noch sagen soll, ich bin glücklich, werde mich mit Sicherheit wieder bei dir melden, jetzt, wo ich weiß, du hörst mir zu, sprichst mit mir.
„Nein, mit Sicherheit nicht... Tschüß Joey.“
Aber für heute ist es Zeit das Gespräch zu beenden. Ich glaube wir beide müssen das gesagte erst einmal verdauen.
„Ja, bis zum nächsten mal. Machs gut Seto.“
Auch du scheinst das gespürt zu haben. Du hast aufgelegt und ich sitze da und höre mir das durchgehende Tuten des Telefons an.
Deine letzen Worte hallen mir noch im Gedächtnis nach.
Machs gut Seto...
Ich werde das Gefühl nicht los, dass das für dich nicht nur als eine Verabschiedung gemeint war, dass du mir mehr damit sagen wolltest...
Ich bin wirklich glücklich darüber, dass ich dich angerufen habe. Und erleichtert, dass du überhaupt mit mir geredet hast.
Ich schätze ich werde heute seit Jahren mal wieder gut schlafen können und auch wenn ich weiß, dass es mit uns in diesem Leben nichts werden wird, so bin ich doch froh.
Froh, dass du mir vielleicht irgendwann einmal verzeihst.
Froh, dass du weißt, das ich dich liebe und mir das Geschehene genauso weh tut wie dir.
Froh, dass es dich gibt und ich dich kennen lernen durfte.
Endlich lege ich den Hörer auf und gehe zu meinem Bett.
Ich lege mich hin und starre an die Decke, denke weiter über unser Gespräch nach.
Ich spüre, wie mir eine Träne die Wange runter läuft, aber es stört mich nicht.
Endlich kann ich die ganze angestaute Trauer raus lassen. Und morgen werde ich dann endlich mit einem klaren Blick der Zukunft entgegen treten können.

Saturday, September 09, 2006

Träume sind Schäume

Fandom: Yu-Gi-Oh!
Pairing: Joey Wheeler x Seto Kaiba (Irgendwie, Irgendwo, Irgendwann)
Yugi x Joey; Seto x Joey (einseitig)
Disclaimer: Ich habe mir die Charaktere nur ausgeliehen. Mir gehört nur die Idee daraus Kurzgeschichten zu verfassen, sonst nix. Ich verdiene hiermit auch kein Geld.


Kommentar: Also, das ist eindeutig oder? Es sind wirklich Träume, die ich mal hatte.
Im ersten Fall hat es nichts mit dem Pairing zu tun gehabt, lies sich aber trotzdem gut darauf anwenden.
Bei dem anderen Fall hat es sich wirklich so abgespielt, in einzelnen Fetzten zwar, die aber, wie ich fand, gut zusammen passten. Nach ein wenig Bearbeitung ist daraus der zweite Teil dieses Kapitels geworden.



Part one: Dooleys


Hmm… lecker Dooleys. Besser als Baileys, glaubt mir. Mein bester Freund hat für heute Abend sogar eine Flasche mit gebracht. Da freue ich mich schon den ganzen Tag drauf. Er stellt sie auch gerade auf den Tisch und ich fixiere die Flasche mit meinen Augen.
Aber es gibt ein Problem, er schiebt die Flasche nicht zu mir, sondern zu ihm...
Warum tut er mir das an? Er weiß doch wie gerne ich Dooleys habe und wie wenig ich ihn leiden kann. Ich habe die Befürchtung, dass das beabsichtigt war. Danke Yugi, du warst die längste Zeit mein bester Freund.
Aber trotzdem ich liebe dieses Zeug, vielleicht kriege ich ja etwas ab...
Ein Versuch ist es jedenfalls Wert...
„Ich liebe Dooleys. Dafür würde ich so einiges tun.“ Meine ich nun doch recht enthusiastisch, vielleicht bringt es ja was. Aber alles was ich dafür bekomme ist ein
„So, so?“ und ein fieses Grinsen, das gefällt mir gar nicht.
„Hmm... was würdest du denn dafür haben wollen?“ Frage ich nun vorsichtig nach.
„Einen Morgen danach.“ Eine schnelle und nüchterne Antwort. Ich muss erst einmal schlucken und diese Aussage verdauen. Aber ich weiß trotzdem nicht so wirklich, was ich davon halten soll, aber fragen kostet ja nix.
„Einen Morgen nach was?“ Erwidere ich nun und lehne mich interessiert zu ihm. Er fixiert mich mit seinen stechend blauen Augen und einen Moment kann ich etwas darin aufblitzen sehen. „Nach der Nacht davor.“ Schon wieder so geschäftlich.
Da muss ich wohl noch einmal nachhaken, mir schwant da übles.
„Nach der Nacht davor also... Hmm... ich weiß nicht Kumpel... der Abend davor okay, aber die Nacht davor?“ Als Dank ernte ich eine hochgezogene Augenbraue.
„Wo ist da der Unterschied für dich?“ Berechtigte Frage von ihm, nicht wahr?
„Tja, die Antwort liegt im Morgen danach. Denn der hat es in sich.
Variante 1: Der Abend davor...
Der Morgen danach wird wohl nicht so angenehm sein in Anbetracht des erhöhten Alkoholkonsums. Du weißt was ich sagen will, ein riesen Kater halt. Damit kann man leben, er ist irgendwann schließlich wieder vorbei.
Variante 2 aber: Die Nacht davor...
Der Morgen danach wird ähnlich anfangen wie in Variante 1, d.h. Katerfrühstück. Das Problem ist ja nur, dass man nicht alleine ist. Außerdem ist es zweifelhaft, dass einem die Gesellschaft gefällt. D.h. es kommt ein Gefühl der Reue – gelinde gesagt – dazu. Oder die extremere Möglichkeit, die Nacht hat einem wirklich gefallen und es verlangt einem nach mehr und ich weiß nicht ob ich das wollte...
Abgesehen davon, eine Flasche ist sowieso zu wenig für eine Nacht davor.“
Und schon wieder ernte ich so ein fieses grinsen und diesmal bin ich mir sicher das da etwas in seinen Augen aufleuchtet.
„Wenn das alles ist. Das lässt sich ändern.“ Raunt er mir entgegen.
Nun fange auch ich an so diabolisch zu grinsen und ich lehne mich über den Tisch zu ihm und flüstere ihm ins Ohr: „Na, wenn das so ist...“
Habe ich schon erwähnt, dass ich Dooleys über alles liebe?
Dafür nehme ich sogar den Morgen danach in Kauf.

Part two: Träume sind Schäume



Seto POV
Ich sitze wie immer nach der Schule in meinem Büro und arbeite an meinem PC.Draußen vor meiner Tür höre ich wie sich meine Sekretärin mit jemandem unterhält und ahne schon wer es sein wird. Ich bin nicht überrascht als dann die Tür aufgerissen wird und jemand rein gestürmt kommt. Da ich weiß wer es ist blicke ich gar nicht erst vom Bildschirm auf.
„Hey Sonnenschein!“ Ruft es mir auch schon entgegen und nun ist meine Vermutung bestätigt, es ist mal wieder Joey. „Ich fordere dich zu einem Duell heraus!“ Ruft er und zieht sein Deck.„Du weißt doch, dass ich mich nicht mit Verlierern duelliere.“ Sage ich kühl wie immer und schaue gar nicht erst von meiner Arbeit auf.„Was heißt hier Verlierer?“ Sagt er und kommt auf mich zu.„Ich bitte dich, du kannst mich doch gar nicht besiegen Hündchen.“ Erwidere ich und schaue ihn endlich einmal an und grinse fies, so wie immer.
Joey kommt nun um den Schreibtisch rum und setzt sich auf meinen Schoß. „Aber Sonnenschein, ich hab doch schon längst gewonnen...“ grinst er mich an. Langsam beugt er sich vor und leckt mir über die Wange. Bevor er wieder zurück kann ziehe ich ihn zu mir und hauche ihm einen Kuss auf die Lippen. „Da muss ich dir ausnahmsweise Recht geben Hündchen.“ Flüstere ich ihm noch ins Ohr und schaue ihn dann nachdenklich an. Nach ein paar Momenten meine ich dann zu ihm: „Yugi starrt dich in letzter Zeit immer so komisch an. Findest du das nicht ein wenig nervig?“ Er schaut mich aus großen Augen an „Meinst du wirklich? ... Aber du hast Recht, er ist in letzter Zeit extrem anhänglich geworden...“
Ich nicke und streiche ihm eine seiner störrischen Strähnen aus dem Gesicht. „Du solltest manchmal seine Blicke sehen. Jedes mal, wenn wir uns streiten versucht er mich damit zu erdolchen.“ „Meinst du er ist eifersüchtig auf dich?“ Fragt er mich mit großen Hundeaugen. „Was sonst?“ „Aber es weiß doch niemand, das wir zusammen sind.“ Sagt er und lehnt sich ein wenig an meine Schulter.„Das nicht, aber ich schätze, das Yugi etwas ahnt. So leidenschaftlich wie wir uns immer streiten ist das auch nicht verwunderlich.“ Meine ich zu ihm und lege zwei Finger an sein Kinn und drehe es zu mir. Ich gebe ihn einen sanften Kuss auf seinen verführerischen Lippen. „Hmm...“ langsam löst er den Kuss wieder „Ich bitte dich Seto, soll ich mich etwa halbherzig mit dir streiten? Das wäre dann erst recht auffällig, meinst du nicht?“ Er legt seine Hände auf meine Schultern und schaut mich fragend an.„Ich sage ja nicht, das wir damit aufhören sollen. Es weiß schließlich jeder, das wir uns einfach nicht ignorieren können.“ Antworte ich meinem Hündchen. „Stimmt Sonnenschein.“ Meint Joey und lehnt sich an mich. „Aber was machen wir nun mit Yugi? Das mit uns kann ich ihm ja noch nicht erzählen. Aber ich befürchte, dass er zur Zeit irgend etwas ausheckt.“Ich lege meine Arme um ihn und ziehe ihn zu mir „Ja, das befürchte ich leider auch.“ Hauche ich ihm ins Ohr. Ich gebe ihm noch einen Kuss auf die Wange, bevor ich dann meinen Kopf auf seine Schulter lege.Auch er hat seine Arme um mich geschlungen und seinen Kopf auf meine Haare sinken lassen. Wir sitzen noch eine Weile so da und hängen unseren eigenen Gedanken nach, als das Telefon anfängt zu läuten und ich wohl oder übel abnehmen muss.

Am nächsten Tag – Sportunterricht

Joey POV
Heute spielen wir mal wieder Basketball. Das erste erfreuliche an diesem Tag.Habe heute früh mal wieder einen heftigen Streit mit Kaiba gehabt. Er war richtig komisch drauf, es kam mir so vor, als wenn er eifersüchtig wäre. Dabei gibt es überhaupt keinen Grund dafür. Ich habe mich ganz normal mit meinen Freunden unterhalten und auf dem Weg zurück ins Klassenzimmer faucht er mich von der Seite an. Habe mich richtig erschrocken und in erstmal voll gepflaumt was das soll.Naja den Rest des Tages hat er dann abwechselnd mich und Yugi versucht mit seine Blicken einzufrieren.Aber das ist jetzt auch egal, schließlich hat sich Kaiba meiner Meinung nach noch nie Normal verhalten.Ah da kommt der Ball. Ich fange ihn gekonnt auf und tripple los Richtung Korb.Dort angekommen hole ich aus und werfe, aber plötzlich steht Kaiba vor mir und fängt den Ball ab.Er blitzt mich noch mal böse aus seinen eiskalten Augen an und gibt denn Ball ab.Aber niemand fängt den Ball auf und er fliegt mit einer Menge Schwung auf Yugi zu. Die Zeit scheint plötzlich langsamer zu verlaufen. Ich rufe Yugi noch zu er solle ausweichen, doch als er sich umdreht scheint er zu Überrascht und rührt sich nicht vom Fleck. Ich sehe wie der Ball ihn hart am Kopf trifft und er zu Boden fällt. In dem Moment als Yugi auf dem Boden aufschlägt läuft die Zeit wieder mit normaler Geschwindigkeit ab. Ich werfe Kaiba noch einen tödlichen Blick zu und renne dann zu ihm.Besorgt knie ich mich zu ihm runter und lege seinen Kopf auf meinen Schoß.„Hey Yugi!“ ich streiche ihm über die Wange und hoffe, dass er bald wieder aufwacht...

Yugi POV
Den ganzen Tag habe ich mir schon Gedanken über Kaiba gemacht. Er benimmt sich in letzter Zeit äußerst komisch. Auch heute wieder. Als ich vorhin im Klassenzimmer verschwunden bin habe ich noch mitbekommen, wie er Joey mal wieder extrem sauer anfauchte.Ich denke gerade wieder über diesen Streit nach als mir Joey etwas zuruft.Ich drehe mich zu ihm um und sehe wie der Ball auf mich zukommt. Vor lauter Schreck kann ich mich nicht mehr bewegen.Ich spüre noch wie der Ball mich trifft und dann umfängt mich eine undurchdringliche Schwärze.Als ich meine Augen wieder öffne muss ich erst ein paar mal zwinkern, damit meine Sicht wieder klarer wird.Als sich der Nebelschleier langsam wieder verfliegt kann ich in der Ferne eine Bewegung erkennen.Irgendetwas kommt auf mich zu. Es scheint ein Drache zu sein. Verwundert blinzele ich noch ein weiteres mal doch er verschwindet nicht.Als er näher kommt kann ich als erstes seinen stechend blauen Blick erkennen.Er ist eiskalt und erinnert mich an Kaiba.Mittlerweile kann ich auch ausmachen, dass es sich um den weißen Drachen mit eiskaltem Blick handelt, also um Kaibas Lieblingskarte.Der Drache hat jetzt gestoppt und scheint an mir vorbei zu jemandem Anderes zu schauen, denn ich kann sehen, wie seine Augen anfangen zu leuchten.Ich glaube ein freudiges bellen hinter mir zu vernehmen und drehe mich um.Dort sehe ich einen jungen Golden Retriever der auf uns zu gerannt kommt. Er hat wunderschöne braune Augen die mich sofort an Joey erinnern. Plötzlich weiß ich auch, dass das wirklich Joey ist und der Drache Kaiba.Ich rufe nach dir und du drehst dich auch kurz zu mir um. Doch dann rennst du weiter auf den Drachen zu. Nun stehst du schwanzwedelnd vor ihm und bellst ihm irgendetwas entgegen, du scheinst sehr froh zu sein ihn zu sehen. Das stimmt mich traurig und ich verspüre einen Stich im Herzen.Erst faucht dich der Drache an doch du bleibst hartnäckig und springst vor ihm umher. Langsam taut der Blick des Drachen auf und er schließt seine Flügel um dich, er scheint dich zu umarmen, als ob er dich vor etwas beschützen wollte.Ich höre ein fröhliches quietschen von dir und spüre, wie sich mein Herz schmerzhaft verkrampft.Ich rufe erneut deinen Namen. Höre wie verzweifelt ich klinge. Aber alles was ich zur Antwort bekomme ist ein kalter Blick des Kaibadrachen. Ich habe das Gefühl, dass er dich vor mir beschützen will.Mir läuft eine Träne die Wange herunter und ich breche zusammen.Verzweifelt schluchze ich immer wieder deinen Namen. Aber ich muss erkennen, dass ich dich nun auch verloren habe. Und das auch noch an Kaiba deinen selbsterklärten Erzfeind.Ich weiß nicht was ich noch machen soll, du bist doch mittlerweile das wichtigste in meinem Leben geworden. Ich kann mir nicht vorstellen was ich ohne dich machen soll.Oh Joey...Ich spüre, wie sich die schwärze langsam wieder um mich schließen will.~Hey Yugi! ~Hmm... wer war das? Es klang so wie du, aber du bist doch bei Kaiba und hast mich seit dem keines weiteren Blickes gewürdigt.~Yu-chan! Wach bitte auf... komm schon.~Aber diese Stimme. Das bist wirklich du.... Joey... Hmm... du klingst besorgt... Du bist wirklich besorgt um mich und ich fühle mich schon etwas besser. Langsam bemerke ich die Hektik um mich herum. Mir wird klar das ich geträumt haben muss.Ich spüre eine Hand die zärtlich über meine Wange streicht um die Tränen wegzuwischen. Ich bleibe noch einige Sekunden so liegen und öffne dann zaghaft meine Augen.Das erste was ich erblicke sind deine braune Augen, die mich besorgt anschauen.Ein Stein fällt mir vom Herzen und ich lächle dich an...

Joey POV
Ich sehe wie dir eine Träne die Wange runterläuft.„Yu-chan! Wach bitte auf... komm schon.“ Spreche ich besorgt auf dich ein.Ich spüre wie du langsam wieder aufwachst, doch du lässt die Augen noch geschlossen.Wieder hebe ich meine Hand zu deinem Gesicht und streiche deine Tränen weg.Du öffnest deine Augen einen Spalt und schaust mich erst etwas unsicher an, doch dann lächelst du zu mir auf und ich kann nicht anders als dieses Lächeln zu erwidern.„Geht’s dir wieder besser Yu-chan?“ Frage ich und streiche dir eine deiner blonden Strähnen aus dem Gesicht.Du schaust mich weiterhin glücklich an „Ja, es geht wieder.“Ich bin erleichtert und schaue dir in deine Augen. Ich drohe in diesem wunderschönen lila zu ertrinken. Vorsichtig beuge ich mich zu dir runter und gebe dir einen Kuss.Schüchtern erwiderst du ihn und ich bin froh das es dir wieder besser geht.Aber im Rücken spüre ich einen stechenden Blick und kurz darauf höre ich Kaibas kalte Stimme: „Ich glaube eine Mund zu Mund Beatmung ist nicht nötig.“Ich löse mich von Yugi und drehe mich zu Kaiba. Ich funkle ihn böse an. „Was geht es dich an?“ Frage ich ihn genervt und wende mich wieder Yugi zu.Du schaust Kaiba etwas verdattert an und schüttelst dann deinen Kopf.„Komm Yu-chan. Ich bringe dich erst einmal zur Krankenstation.“Ich nehme deine Hand und helfe dir auf die Beine.

Nach dem Unterricht in der Umkleide

Joey POV
Nachdem ich Yugi auf der Krankenstation abgeliefert habe gehe ich zurück um mich umzuziehen und um unsere Sachen zu holen.Die Umkleide ist leer und ich bin froh das ich Kaiba nicht schon wieder über den Weg laufe.Vertieft in meine Gedanken bekomme ich erst nicht mit, dass noch jemand die Umkleide betreten hat.Plötzlich werde ich recht ruppig umgedreht und schaue in Kaibas wütendes Gesicht.„Was sollte das gerade eben Hündchen?“ Fragt er mich zischend.Ich schaue ihn einen Moment verdutzt an, doch dann verengen sich meine Augen.„Sag mal geht’s noch?“ Bluffe ich ihn an „wovon redest du überhaupt? Und wie oft soll ich dir noch sagen, dass ich kein Hund bin?“ Ich werde langsam aber sicher lauter und starre ihn weiterhin an.„Ich will wissen, was das gerade eben mit Yugi sein sollte.“ Meint er und seine Augen scheinen noch einige Grad kälter zu werden. „Und natürlich bist du ein Hund, du bist *mein* Hündchen.“ Hängt er noch etwas verdutzt hinten dran.Ich kann es nicht fassen, was für kranke Fantasien hat der denn?„Ich weiß ja nicht wovon du nachts träumst, aber ich bin niemanden sein Hund und schon gar nicht deiner.“ Meine ich entrüstet. Schnell packe ich meine Sachen und laufe Richtung Ausgang.„Noch einmal zur Erinnerung für dich: ich bin mit Yugi zusammen, egal was du davon hältst.“ Rufe ich ihm noch über die Schulter zu und bin auch schon aus der Tür verschwunden. Vor der Schule wartet Yugi schon auf mich. Fröhlich winke ich ihm zu und renne die letzten paar Meter zu ihm. Auch er lacht mich glücklich an. Yugi nimmt mir seine Tasche ab und hakt sich dann bei mir unter. Gemeinsam verlassen wir das Gelände und gehen nach Hause.

~
Ende
~

Erklärung: Also, Setos POV und dann Yugis POV sind Träume, nur Joeys POV passiert wirklich.

Bis zum nächsten ^^